Arktische Helden
Hinweis: Dieser Beitrag stammt aus dem Archiv und ist nicht mehr aktuell.

Arktische Helden

Seit Donald Trump Grönland ins Visier genommen hat, ist die größte Insel der Welt in aller Munde.
Bestimmt auch ein Grund für das große Interesse an der aktuellen Ausstellung in den Nordischen Botschaften in Tiergarten, die Fotos aus Grönland zeigt. Ich war wirklich überrascht, wie viele Besucher dort am Wochenende waren.

Die gezeigten Fotos des renommierten isländischen Fotografen Ragnar Axelsson sind aber auch wirklich sehr eindrucksvoll. Sie vermitteln einiges von der Faszination dieser einmaligen Landschaft und den dortigen Lebensumständen.

»Arctic Heroes – Verborgene Geschichten« ist der Titel der Ausstellung, die noch bis zum 12. April 18 großformatige Bilder zeigt. Im Mittelpunkt stehen die Bewohner dieses dünn besiedelten Landstriches. Das Land hat etwa so viele Einwohner wie der Ortsteil Prenzlauer Berg, ist aber sechsmal so groß wie ganz Deutschland. Auf den ersten Blick erscheint die Natur wild und unberührt. Doch sie ist ein fragiles Gebilde. Das Eis wird immer dünner. Wo früher riesige Eisflächen waren, ist jetzt schon oft das offene Meer zu sehen.

Ragnar Axelsson (*1958 in Reykjavík) arbeitet seit über vier Jahrzehnten als Fotograf und hat sich auf die entlegensten Regionen der Arktis spezialisiert, darunter Island, Sibirien und Grönland. Seine Arbeit zeigt besondere Beziehungen zwischen Menschen, Tieren und ihrer extremen Umgebung.

Das Leben der indigenen Jäger, die Axelsson seit vielen Jahren regelmäßig besucht, ist hart und ursprünglich. In vielen Bildern spielen auch die Schlittenhunde eine wichtige Rolle, die für den Fotografen ebenfalls zu den »arktischen Helden« gehören.

Schade, dass in der Ausstellung nur relativ wenige Bilder zu sehen sind. Wer mehr sehen möchte, findet einige wunderbare Bildbände von Ragnar Axelsson im Handel. Teilweise liegen sie auch in der Ausstellung aus.

Einen Besuch der Ausstellung kann man mit einer klassischen »Fika« (Kaffeepause) im kleinen Café der Nordischen Botschaften verbinden. Hier gibt es guten Kaffee und natürlich Zimt- und Kardamomschnecken.

Geöffnet sind die Ausstellung und das Café montags bis freitags von 11 bis 19 Uhr und am Wochenende von 11 bis 16 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Webseite der Ausstellung

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