Aquarium Berlin Zoo

Aquarium Berlin – altes Haus ganz neu

Das „schönste Aquarium der Welt“ wurde nach langjähriger Bauzeit vor einigen Tagen in Berlin wiedereröffnet. So jedenfalls sieht es Andreas Knieriem. In seiner Eröffnungsrede bezeichnete er das Berliner Aquarium als das schönste der Welt. Als Direktor von Zoo, Tierpark und Aquarium ist er dabei wahrscheinlich etwas befangen, aber unumstritten gehört das Berliner Aquarium zu den bedeutendsten und schönsten der Welt.

Am 18. August 1913 wurde es eröffnet und hat seitdem bewegte Zeiten erlebt. Kein Wunder also, dass einiges repariert, saniert und modernisiert werden musste. Das ist in den letzten Jahren passiert, und zwar während des laufenden Betriebs. Das hat die Arbeit sicherlich nicht einfacher gemacht.

Ich muss gestehen, mein letzter Besuch im Aquarium ist schon viele Jahre her. Daher kann ich nicht auf den ersten Blick sehen, was alles renoviert wurde. Die meisten Arbeiten betreffen allerdings ohnehin die nicht sichtbaren Bereiche. Da wurde jede Menge Technik erneuert und auf den neuesten Stand gebracht. Auch die Sanitäranlagen und einiges andere wurden komplett erneuert. Trotzdem war man bemüht, den Charme des alten Hauses zu erhalten.

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Das ist gut gelungen. Alles wirkt freundlich und einladend. Die Aquarien- und Terrarienanlagen sind liebevoll gestaltet und bieten eine enorme Vielfalt an Arten. Vom kleinsten Insekt bis zum großen Alligator. Einige Arten sind auch neu dazugekommen. So beispielsweise ein Inlandtaipan, der als giftigste Schlange der Welt gilt. Aber keine Sorge, er ist gut gesichert in seinem Terrarium.

Auf drei Etagen gibt es viel zu entdecken. Im Erdgeschoss beginnt es mit den klassischen Aquarien. Hier ist alles zu sehen, was unter Wasser lebt. Im 1. OG leben die Reptilien, denen man in einem kleinen Dschungel teilweise sogar ohne trennende Glasscheibe in die Augen schauen kann. Das 2. OG beherbergt Amphibien und Insekten. Mancher ekelt sich vielleicht davor, aber es ist faszinierend, sie zu beobachten. Auch wenn es manchmal etwas braucht, um die teilweise sehr gut getarnten Tiere in ihrem Lebensraum zu entdecken.

In jedem der Bereiche gibt es Aktivtische, an denen man teils auf spielerische Weise sein Wissen vertiefen kann. Nicht nur Kinder können hier einiges dazulernen.

Auf jeden Fall ist das Aquarium ein lohnendes Ausflugsziel, besonders für kommende Herbst- und Wintertage. Geöffnet ist es tatsächlich 365 Tage im Jahr. Vom 1. Januar bis zum 31. Dezember, immer von 9 bis 18 Uhr. Tageskarten gibt es, wenn man sie online bucht, je nach Termin ab 16 Euro. An der Kasse vor Ort kostet es 25 Euro.

Es gibt auch Kombitickets mit dem Zoo, aber ich würde lieber einen getrennten Besuch empfehlen. Beide Einrichtungen haben so viel zu bieten, dass man sich jeweils ein paar Stunden dort aufhalten kann.

Für echte Fans empfiehlt sich eine Jahreskarte. Die hat sich schon nach wenigen Besuchen rentiert.

Webseite des Aquariums

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