Blumen und Gartenkunst Moabit

Blumenkunst in Moabit

Im eher unprätensiösen Alt-Moabit gibt es seit vielen Jahren einen der schönsten Blumenläden Berlins zu entdecken.

Blumen und Gartenkunst ist für viele in der Nachbarschaft eine feste Adresse, aber auch weit über den Kiez hinaus genießt das Geschäft einen ausgezeichneten Ruf. Auch Altkanzlerin Angela Merkel soll hier gelelgentlich einkaufen.

Wer den von außen eher unscheinbaren Laden betritt, merkt sofort, dass dies kein gewöhnlicher Blumenladen ist. Die üppige Blütenpracht ist farblich sortiert angeordnet, Sträuße und einzelne Blumen werden fast wie in einer Galerie präsentiert. Tulpen, Rosen, Lilien, Ranunkeln oder saisonale Zweige stehen dicht an dicht, ohne dabei unruhig zu wirken. Alles ist sorgfältig arrangiert, mit viel Gespür für Farben, Formen und Proportionen. Man merkt schnell, dass hier nicht einfach Ware abgestellt wird, sondern dass Gestaltung eine zentrale Rolle spielt.

Gerade in der dunklen, grauen Jahreszeit kann ein Besuch in diesem Laden erstaunliches bewirken. Wenn draußen alles trist wirkt, die Bäume kahl sind und der Himmel tagelang bleigrau bleibt, ist der Schritt in diesen farbenfrohen Raum ein guter Stimmungsaufheller. Die Farben, Düfte und das viele Grün wirken unmittelbar.

Geführt wird der Laden von Andreas Thomas Tunger, Floristmeister und Floristiktechniker, und seinem Ehemann Thomas Tunger-Schnur, Diplom-Ingenieur für Landschaftsplanung. 

Diese Kombination aus floristischem Handwerk und planerischem Hintergrund prägt das Profil des Geschäfts, denn die Firma bietet mehr als ein klassischer Blumenladen. Zum Angebot gehören auch Gartengestaltung, Gartenplanung und Gartenpflege. Wer einen Vorgarten neu anlegen möchte, Hilfe bei der Bepflanzung braucht oder eine bestehende Grünfläche umgestalten will, kann sich hier beraten lassen. Das richtet sich sowohl an private Gartenbesitzer als auch an Unternehmen und Hausgemeinschaften. Diese Verbindung aus Floristik und Landschaftsplanung ist eher ungewöhnlich und erklärt, warum der Laden in vielen Bereichen so professionell und durchdacht wirkt.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die große Auswahl an Gartendekorationen. Figuren, Gefäße, Rankhilfen, Windspiele und allerlei Accessoires für Balkon und Garten stehen in Regalen und auf Tischen. Besonders auffällig ist die Vielzahl an Gartenzwergen in unterschiedlichen Größen, Farben und Ausführungen. Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten, auch hier. Manche Figuren sind klassisch, andere bewusst verspielt oder ironisch. Doch unabhängig davon wird deutlich, dass selbst bei diesen Objekten Wert auf Gestaltung und Qualität gelegt wird. Insgesamt wirkt das Sortiment nicht beliebig, sondern kuratiert. Man spürt, dass Ästhetik hier ein wichtiges Kriterium ist, auch wenn nicht jedes Stück jedem gefallen muss. Alles ist mit viel Liebe ausgewählt. 

Passend zu den Jahreszeiten und bestimmten Festtagen wird der Laden natürlich immer wieder umdekoriert und umgestaltet.  Es loht sich also regelmäßig mal reinzuschauen. Selbst wer nichts kauft, verlässt den Laden durch Farben und Düfte erfrischt. 

Geöffnet ist das Geschäft in Alt-Moabit 21-22  montags bis freitags von 9 bis 18.30 Uhr, samstags von 9 bis 16 Uhr und sonntags von 10 bis 13.30 Uhr. 

→ Webseite von Blumen und Gartenkunst

Teile diesen Beitrag:

Mehr entdecken

  • Kleiner Park mit viel Geschichte

    Der Heinrich-von-Kleist-Park in Schöneberg, meist einfach nur Kleistpark genannt, ist kein sonderlich großer Park. Ich würde ihn fast eher als Grünanlage bezeichnen. Trotzdem lohnt ein genauer Blick, denn hier gibt es jede Menge historische Spuren. Im Juli 2025 wurde der Park nach langjährigen Bauarbeiten wiedereröffnet. Die Anlage wurde denkmalgerecht saniert. Die Rasenflächen sind frisch eingesät,…

  • Alter Garnisonfriedhof in Berlin-Mitte

    Dieser ehemalige Militärfriedhof in Berlin-Mitte an der Kleinen Rosenthaler Straße gehört zu den ältesten Friedhöfen Berlins. Ab 1702 wurden hier Mitglieder der evangelischen Berliner Garnisongemeinde beigesetzt.  Die dazugehörige Garnisonskirche stand in der Nähe des Hackeschen-Marktes und existiert heute nicht mehr. An sie erinnert nur noch der Name „Garnisonkirchplatz„. Der Friedhof war ursprünglich zweigeteilt. Getrennt von…

  • Gründerzeitmuseum Mahlsdorf

    Das Gründerzeitmuseum in Berlin-Mahlsdorf ist in vielerlei Hinsicht ein ganz besonderer Ort.  Das Museum im alten Gutshaus Mahsldorf erzählt sehr lebendig vom Leben des Bürgertums Ende des  19. Jahrhunderts und zeigt eine beeindruckende Sammlung mit Möbeln und anderen alltäglichen Gegenständen aus dieser Zeit. Hinzu kommt eine umfangreiche Sammlung mechanischer Musikmaschinen. Im Keller gibt es die…

  • Ausflug zum Frauentag nach Birkenwerder

    Mein Ausflugstipp zum Frauentagswochenende führt in die brandenburgische Nachbarschaft nach Birkenwerder.  Hier hatte die Frau ihren letzten (deutschen) Wohnsitz, der wir den Frauentag zu verdanken haben: Clara Zetkin (1857–1933).  Sie gilt als eine der wichtigsten Initiatorinnen des Internationalen Frauentags.  Die deutsche Sozialistin und Frauenrechtlerin schlug 1910 auf der Internationalen sozialistischen Frauenkonferenz in Kopenhagen vor, einen jährlichen…

  • Georg Kolbe Museum

    Im ehemaligen Atelierhaus des Bildhauers Georg Kolbe(1877 – 1947) im Berliner Westend ist seit 1950 ein Museum eingerichtet. Kolbe lebte bis zu seinem Tod in diesem Haus. Es ist das einzige Künstlerhaus aus den 1920er-Jahren, das für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Georg Kolbe gehörte zu den bekanntesten und erfolgreichsten deutschen Bildhauern. Die wechselnden Ausstellungen des…

  • Parlamentshistorische Ausstellung im Deutschen Dom

    Der Gendarmenmarkt gehört für mich zu den schönsten Plätzen der Stadt. Drei Gebäude prägen den Platz: das von Karl Friedrich Schinkel erbaute Konzerthaus und links und rechts davon der Deutsche und der Französische Dom. In diesem Beitrag soll es um den sogenannten Deutschen Dom gehen. Er wurde zwischen 1780 und 1785  im Auftrag Friedrichs II. von Carl von Gontard im…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert