Scharf Collection
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The Scharf Collection

Die Alte Nationalgalerie auf der Berliner Museumsinsel zeigt derzeit eine ganz besondere Ausstellung. Unter dem Titel »The Scharf Collection. Goya – Monet – Cézanne – Bonnard – Grosse« werden noch bis zum 15. Februar 2026 rund 150 Werke aus einer der bedeutendsten privaten Kunstsammlungen Deutschlands präsentiert.

Es ist das erste Mal, dass diese außergewöhnliche Sammlung in diesem Umfang öffentlich zu sehen ist. Der Ursprung der Scharf Collection reicht über mehrere Generationen zurück. Begonnen hat die Sammlung um 1900 mit Otto Gerstenberg (1848-1935), der Werke von Goya, Delacroix, Renoir und anderen Meistern erwarb. Seine Tochter Margarethe Scharf bewahrte viele dieser Arbeiten während des Krieges und trug entscheidend dazu bei, dass die Sammlung überhaupt erhalten blieb. Heute führen René Scharf und seine Frau Christiane (siehe Foto) diese Tradition fort und haben sie um Werke der Gegenwartskunst erweitert.
Man darf die Scharf Collection nicht verwechseln mit der Sammlung Scharf-Gerstenberg, die ebenfalls aus der weit verzweigten Sammlerfamilie hervorgegangen ist und der in Charlottenburg ein eigenes Haus gewidmet ist. Dort geht es überwiegend um Surrealismus und fantastische Kunst.

Die Ausstellung in der Alten Nationalgalerie dagegen schlägt einen großen Bogen von den Radierungen Francisco de Goyas über impressionistische Malerei bis hin zu zeitgenössischen Arbeiten. Besonders umfangreich vertreten sind Werke von Henri de Toulouse-Lautrec, darunter seine berühmten Lithografien und Plakatentwürfe, die den Geist der Pariser Belle Époque lebendig werden lassen. Die Sammlung Scharf umfasst nahezu das gesamte druckgrafische Werk von Toulouse-Lautrec.

Das ist allerdings nur einer der vielen Höhepunkte der Ausstellung. Eigentlich sind es alles außergewöhnliche Werke – so unterschiedlich sie auch sind.

Ich bin sicher, dass diese Schau ein Publikumsmagnet wird. In dieser Zusammenstellung, ergänzt um Bestände der Alten Nationalgalerie, wird man diese Werke so bald nicht wiedersehen.

Die Ausstellung ist immer Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 16,- €.

Webseite zur Ausstellung

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