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Depot des DDR Museums
Seit 2006 gibt es das DDR-Museum gegenüber dem Berliner Dom. Es will DDR-Geschichte zum Anfassen präsentieren. Großer Wert wird auf die Alltagskultur gelegt.
In den vergangenen zwei Jahrzehnten hat das Museum eine der größten Sammlungen von Alltagsobjekten aus der DDR zusammengetragen. Natürlich können nicht alle rund 360.000 Stücke in der Ausstellung gezeigt werden. Die meisten Stücke befinden sich daher im Depot. Im vergangenen Jahr zog die ganze Sammlung von Spandau nach Marzahn um. Hier wurde eine neue Halle errichtet, die bessere Lagerbedingungen bietet und mit erneuerbarer Energie versorgt wird.
Dieses Depot wird seit März 2025 nun auch regelmäßig für Besucher geöffnet. Das Depot dient nicht nur als Lagerstätte, sondern auch als Forschungszentrum und Restaurationswerkstätte. Zukünftig sind auch Sonderausstellungen und Veranstaltungen geplant. Dafür bietet sich der sogenannte »Raum der Funktionäre« an, ein Klubraum, der mit DDR-typischen Möbeln eingerichtet wurde. In einer langen Schrankwand sind typische Gegenstände, aus verschiedenen Bereichen des DDR-Alltags zu finden.
Solche Dinge finden sich dann auch in großer Menge in der Depot-Halle. Mehrere Hochregale beherbergen eine bunte Mischung von Gegenständen, die zur DDR Zeiten teilweise sehr begehrt und nicht immer verfügbar waren: Fernseher, Kinderwagen, Baumaterialien, Möbel, etc. Auch einige Stücke aus dem abgerissenen Palast der Republik sind hier zu finden.
Bedenken muss man, dass es sich hier um ein Depot handelt und kein Museum. Die Stücke werden also nicht wie in einer Ausstellung präsentiert, sondern sind wie in einem Lager im Regal einsortiert.
Spannend für Zweirad-Freunde ist besonders die zweite Halle des Depots. Hier findet man eine große Sammlung von Motorrädern und Mofas aus DDR-Produktion. Ich verstehe davon nicht viel, aber der Kenner wird sicherlich einige besonders spannende Stücke entdecken können.
Zwei Trabis und andere DDR-typische Fahrzeuge gibt es dort natürlich auch.
Das Depot kann sonntags, dienstags und donnerstags besichtigt werden. Tickets sollte man vorher online buchen. Der Eintritt kostet 3,– €. Mit einer Führung kostet es 5,– €,
Mit der Tramlinie M6 ist das Depot gut erreichbar. Sie startet am S-Bahnhof Hackescher Markt. Also ganz in der Nähe des DDR-Museums. Man kann einen Besuch an beiden Orten auch gut miteinander verbinden. Man fährt zwar eine ganze Weile (eine gute halbe Stunde), aber sieht unterwegs auch einiges an typischer DDR-Architektur und Stadtplanung. Also die perfekte Ergänzung zum Museumsbesuch.