Mit Trümmern Träume bauen
Hinweis: Dieser Beitrag stammt aus dem Archiv und ist nicht mehr aktuell.

Kunst als Hoffnungsträger

Anlässlich des 80. Jahrestages des Kriegsendes zeigt die Kommunale-Galerie in Wilmersdorf eine Ausstellung, die sich mit dem Wiedererstehen der Berliner Kunstszene in der Nachkriegszeit beschäftigt.

In den zwölf Jahren der NS-Herrschaft war die deutsche Kunstwelt – zumindest offiziell – stark auf sich selbst fixiert und von internationalen Entwicklungen weitgehend abgeschnitten.

Die Ausstellung »Mit Trümmern Träume« bauen zeigt, wie unmittelbar nach dem Krieg Künstler:innen und Kulturämter begannen, das kulturelle Leben neu zu gestalten. Die Kunstämter der damaligen Bezirke spielten dabei eine wichtige Rolle, indem sie Kunstschaffende unterstützten und neue Ausstellungsräume organisierten. Sie waren außerdem maßgeblich daran beteiligt, dass Institutionen wie die Hochschule für Bildende Künste wieder öffnen konnten – und damit jungen Kunstinteressierten eine Perspektive und Ausbildung ermöglicht wurde.

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Ein Zitat des Journalisten Hans Borgelt steht am Beginn der Ausstellung: „Berlin ist zerstört, aber nicht tot.“ Die Kunst sorgte mit dafür, dass Berlin nicht nur überlebte, sondern auch wieder lebenswert wurde.

Die gezeigten Werke spiegeln diesen Neuanfang und den ungebrochenen Schaffenswillen der Nachkriegsjahre. Sie dokumentieren aber auch die kaum noch vorstellbare Zerstörung der Stadt.

Mit dabei sind unter anderem Arbeiten von Gerda Rotermund, Werner Heldt, Heinz Trökes, Emil Stumpp und Ursula Hanke-Förster – Künstler:innen, die den Übergang von der Düsternis des Krieges hin zu neuen Ausdrucksformen wagten.

Einige Originaldokumente aus der Zeit belegen auch die ganz praktischen Schwierigkeiten, mit denen Künstler:innen damals zu kämpfen hatten, etwa bei der Beschaffung von Lebensmittelmarken.

Eine sehenswerte Ausstellung, die die Nachkriegszeit einmal nicht nur aus wirtschaftlicher oder politischer, sondern aus künstlerischer Perspektive beleuchtet. Noch bis zum 1. Juni 2025 ist sie in den Räumen der Kommunalen-Galerie am Hohenzollerndamm zu sehen. Der Eintritt ist frei.

Geöffnet ist Dienstag bis Freitag von 10 bis 17 Uhr, Mittwoch von 10 bis 19 Uhr und am Wochenende von 11 bis 17 Uhr.

→ Webseite zur Ausstellung

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