Kafka Ausstellung Stabi
Hinweis: Dieser Beitrag stammt aus dem Archiv und ist nicht mehr aktuell.

Aus dem Fotoalbum der Familie Kafka

In diesem Jahr jährt sich der Todestag des Schriftstellers Franz Kafka zum 100. Mal. Es wird auch in Berlin einige Veranstaltungen und Aktionen zu diesem Jubiläum geben. Immerhin hat Kafka kurz vor seinem Tod einige Monate in Berlin gewohnt.

Eine Ausstellung im Stabi Kulturwerk stellt die Familie des berühmten Autors in den Mittelpunkt der Präsentation.  Rund 130 zum Teil noch nie gezeigte Originalaufnahmen werden gezeigt. 

Auch wenn Kafkas Verhältnis zu seiner Familie nicht unproblematisch war, wird sehr deutlich, wie wichtig sie ihm doch war und wie sie auch sein literarisches Werk beeinflusste.

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Kafka selbst ist auf den Fotos gar nicht so oft zu sehen. Er ließ sich nicht gerne fotografieren. Es war ihm irgendwie unheimlich.  Nur, wenn es unbedingt notwendig war, ging er zum Fotografen.

Das letzte und wahrscheinlich eines der bekanntesten Bilder von ihm stammt aus einem Passbildautomaten im Kaufhaus Wertheim.

Interessant, wie so ein ganz banales Passfoto das Bild von einem Menschen auch so viele Jahre später noch prägt.

Franz kafka

Die Fotos in der Ausstellung werden ergänzt durch Auszüge aus Tagebüchern und Briefen und geben teilweise ein sehr lebendiges Bild des weitverzweigten Familienlebens wieder. 

Franz Kafka starb im Juni 1924 mit nur 40 Jahren. Wie die Biografien seiner Verwandten nach seinem Tode weiter verliefen, wird auch in der Ausstellung gezeigt.

Man muss nicht unbedingt Kafka-Kenner sein, um Gefallen an der Ausstellung zu finden.  Seine Familie steht auch stellvertretend für die Entwicklungen in anderen Familien in dieser Zeit.  

Auch den fotografischen Aspekt der Ausstellung fand ich interessant. Man kann sich heutzutage nur schwer vorstellen, wie besonders und aufwendig es noch um die Jahrhundertwende war fotografiert zu werden.

Zu sehen ist die Ausstellung noch bis zum 2. Juni 2024 in der Staatsbibliothek Unter den Linden.  Verlängert bis 7. Juli 2024.

Geöffnet ist Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr.  Am Donnerstag bis 20 Uhr. Jeweils donnerstags um 18 Uhr gibt es auch Führungen.

Der Eintritt ist frei.

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