Eine kleine Ausstellung in der Passage des Hauptbahnhofs Potsdam zeigt derzeit spannende historische Fotografien aus der Stadt. »100 Jahre Farbe« lautet das Motto, denn vor fast hundert Jahren begann der Siegeszug der Farbfotografie. Passend zu den Olympischen Spielen von 1936 brachte Agfa aus Wolfen den ersten massentauglichen Farbdiafilm Agfacolor auf den Markt.
Besonders interessant sind die Aufnahmen aus den 1930er- und 1940er-Jahren, die Potsdam noch vor der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg zeigen. Aber auch die Bilder aus der unmittelbaren Nachkriegszeit sind eindrucksvoll. Damals war Privatpersonen das Fotografieren eigentlich verboten, und auch an geeignetem Material herrschte große Knappheit. Umso seltener sind Aufnahmen aus dieser Zeit, die uns heute einen wertvollen Einblick in den Alltag jener Jahre geben.
Die ausgestellten Fotografien reichen bis in die 1980er-Jahre. Das Potsdam Museum, das die Ausstellung organisiert, sucht zudem für den weiteren Ausbau seiner Sammlung private Fotos aus den 1990er-Jahren. Gerade diese Zeit des Umbruchs hat das Stadtbild stark verändert, weshalb solche Aufnahmen für die Museumsarbeit von großem Interesse sind. Wer passende Bilder besitzt, kann sich direkt an das Museum wenden.
Viele der hier gezeigten Fotos finden sich übrigens auch in der Potsdam History App (Link zur App). Damit lassen sie sich auch von zu Hause oder unterwegs entdecken. Wer jedoch ohnehin am Potsdamer Hauptbahnhof vorbeikommt, sollte sich die Stelltafeln in der Passage unbedingt einmal anschauen.
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Die Ausstellung ist noch bis zum 14. September zu sehen. Der Eintritt ist frei.