Alter Garnisonfriedhof in Berlin-Mitte

Dieser ehemalige Militärfriedhof in Berlin-Mitte an der Kleinen Rosenthaler Straße gehört zu den ältesten Friedhöfen Berlins. Ab 1702 wurden hier Mitglieder der evangelischen Berliner Garnisongemeinde beigesetzt.  Die dazugehörige Garnisonskirche stand in der Nähe des Hackeschen-Marktes und existiert heute nicht mehr. An sie erinnert nur noch der Name „Garnisonkirchplatz„.

Der Friedhof war ursprünglich zweigeteilt. Getrennt von der Laufgasse (heute Gormannstraße).  In der Regel waren es Militärangehörige, die auf dem Friedhof ihre letzte Ruhe fanden.

Heute ist nur noch der westliche Teil des Friedhofes erhalten, auf dem traditionell vorwiegend die Offiziersränge beigesetzt wurden. Viele bekannte Namen liest man auf den Grabsteinen: Holtzendorff, Knesebeck, Stülpnagel, Lützow, Wildenbruch, um nur einige zu nennen.  Auch wer nicht viel über preußische Geschichte weiß, kennt diese Namen zumindest von den Straßenschildern.

Die meisten, der erhaltenen Grabstätten sind auf dem 19. und dem frühen 20. Jahrhundert. An der teilweise künstlerischen Gestaltung einiger Gräber war auch Karl Friedrich Schinkel, beteiligt.
Auffällig sind die vielen gusseisernen Kreuze. Sie geben Zeugnis von der Blütezeit des Berliner Eisenkunstgusses.

Noch bis 1945 erfolgten Beisetzungen auf dem Friedhof. 1951 wurde er dann offiziell geschlossen. Heute ist er eine kleine Parkanlage und steht unter Denkmalschutz.

Ein Förderverein kümmert sich um den Friedhof und hat im ehemaligen Verwaltungsgebäude eine Ausstellung eingerichtet. In der Regel kann sie an den Wochenenden von 12 bis 16 Uhr kostenlos besucht werden. Dort bekommt man sehr kompetente Erklärungen.

Weitere Informationen

Der Friedhof ist durchgehend geöffnet.

Nützliche Links:

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