Hemut Newton Ausstellung
Hinweis: Dieser Beitrag stammt aus dem Archiv und ist nicht mehr aktuell.

Berlin, Berlin – Jubiläumsausstellung im Museum für Fotografie

Kurz vor seinem Tod im Jahr 2004 gründete der Fotograf Helmut Newton eine nach ihm benannte Stiftung, die sich um seinen fotografischen Nachlass kümmern sollte.

Anlässlich des 20. Jubiläums dieser Stiftung gibt es nun im Museum für Fotografie eine Ausstellung, die nicht nur Helmut Newton würdigt, sondern auch seinen Geburtsort Berlin. 

Hier wurde er 1920 unter dem Namen Helmut Neustädter, als Sohn eines jüdischen Knopffabrikanten geboren.  In Charlottenburg machte er eine Lehre bei der bekannten Fotografin Yva. 

Direkt gegenüber dem heutigen Museum für Fotografie am Bahnhof Zoologischer Garten begann 1938 seine Flucht vor den Nazis. Sie führte ihn zunächst nach Singapur und später nach Australien und nach dem Krieg zurück nach Europa.

Immer wieder kam er auch zurück nach Berlin und wurde hier auch  2004 nach seinem Wunsch auf dem Künstlerfriedhof in Friedenau beigesetzt.

In der Ausstellung sind viele seiner Bilder zu sehen, die in Berlin entstanden sind.  Oft diente die Stadt als Kulisse für seine Modefotos. 1963 führte das zu einem großen Skandal, weil er seine Modelle vor der Berliner Mauer positionierte.  

Aber auch seine Bilder vor dem Mauerbau und aus dem wiedervereinten Berlin werden gezeigt.  Viele nicht so bekannte Arbeiten sind dabei.

Die Ausstellung ist aber keine reine Helmut-Newton-Ausstellung.  Das macht sie. besonders sehenswert. In weiteren Räumen werden Arbeiten anderer Fotograf*innen präsentiert, die sich ebenfalls mit Berlin fotografisch beschäftigt haben: Hein Gorny,  Will McBride, Yva, Arno Fischer, Wim Wenders, F.C. Gundlach, Günter Zint, Maria Sewcz, Michael Schmidt, Thomas Florschuetz, Barbara Klemm und noch einige andere.

Auch wenn die Arbeiten oft sehr unterschiedlich sind, kann man interessante Bezüge herstellen. Neben den künstlerischen Aspekten sind viele der Fotos natürlich auch aus historischen und dokumentarischen Gründen sehr interessant. So etwa die Fotos von Fritz Tiedemann, der im Auftrag des Magistrats von Groß-Berlin die Zerstörungen an historischen Gebäuden dokumentierte. Arwed Messmer hat die Fotos zu einem eindrucksvollen Panorama des Nachkriegs-Berlin montiert, das auch in der Ausstellung zu sehen ist.

Ein Besuch im Museum für Fotografie lohnt auf jeden Fall. Die Ausstellung »Berlin, Berlin«  ist noch bis zum 16. 2.2025 zu sehen.  Geöffnet ist außer Montag immer von 11 bis 19 Uhr.  Der Eintritt kostet 12,– € . 

Mit dem Ticket kann man auch die anderen laufenden Ausstellungen im gleichen Haus besuchen. 

Webseite zur Ausstellung

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