Christmasgarden im Botanischen Garten
Hinweis: Dieser Beitrag stammt aus dem Archiv und ist nicht mehr aktuell.

Botanischer Garten im Lichterglanz

Der botanische Garten Berlin ist natürlich immer einen Besuch wert, aber nach Sonnenuntergang kann man ihn in der Vorweihnachtszeit noch mal in einer ganz besonderen Atmosphäre erleben.

Schon zum fünften Mal findet dort (nach einem Jahr Corona-Pause) der Christmas-Garden statt. Eine gute Alternative zu abgesagten oder übervollen Weihnachtsmärkten.

Den Besucher erwarten 30 sehr unterschiedliche, aufwendige Lichtinstallationen. Entdecken kann man sie auf einem rund 2 Kilometer langen gut ausgeschilderten Rundweg. Der restliche Bereich des Gartens ist abgesperrt, damit sich niemand in der Dunkelheit verläuft.

Der Weg führt durch verschiedene Welten vom eisigen Nordpol bis in magische außerirdische Galaxien. Entgegen meinen Befürchtungen ist das meiste nicht kitschig bunt und grell gestaltet, sondern eher besinnlich und teilweise fast meditativ. Überall tönt aus versteckte Lautsprechern auch Musik. Auch diese ist nicht zu laut und aufdringlich, sondern gut den jeweiligen Stimmungen angepasst.

Ein Höhepunkt für mich waren die Wassermärchen auf dem kleinen See des Botanischen Gartens. Dort werden auf eine Wand aus Wassernebel verschiedene Animationen und Bilder projiziert.

Auch der Winterwald mit seinen (künstlichen) Nebelschwaden und leuchtenden Bewohnern hatte etwas Bezauberndes. Schön ist auch, dass der alte Baumbestand teilweise illuminiert und in die Inszenierungen einbezogen wird. Das gibt noch mal einen ganz anderen Blick auch auf Bereiche des Gartens, die man schon lange kennt.

Natürlich gibt es auch jede Menge tolle Foto- und Videomotive. Zumindest, wenn man die richtige Ausrüstung dabei hat und nicht wie ich das Stativ vergisst.

Für das leibliche Wohl wird ebenfalls gesorgt. Über die Strecke verteilt gibt es Pavillons mit Glühwein, Bratwurst oder sonstigem was zu einer Vorweihnachtlichen Atmosphäre beiträgt.

Mir hat der Besuch im Christmas-Garden gut gefallen. Das lag sicherlich auch daran, dass es nicht so überlaufen war. Trotz beschränkten Zeitfenstertickets kann das natürlich zu anderen Zeiten anders aussehen. Ich war an einem Wochentag abends nach 19 Uhr dort. Das ist auch der Tipp des Veranstalters. Geöffnet ist täglich von 16.30 Uhr bis 22.00 Uhr. Letzter Einlass ist 20.30 Uhr. Ich denke, man sollte für einen Besuch knapp 2 Stunden einplanen.

Auch nach Weihnachten geht hier Christmas noch etwas weiter. Geöffnet ist bis zum 9. Januar 2022. Solange Corona keinen Strich durch die Rechnung macht.
Derzeit gelten 2G Regeln für den Besuch und eine Maskenpflicht. Das fand ich bei der Kälte schon fast angenehm.

Einen Christmas-Garden gibt es übrigens nicht nur in Berlin, sondern auch in anderen Städten in Deutschland und Europa. Eine Übersicht gibt es auf der Webseite.
Vom gleichen Veranstalter gibt es derzeit unter dem Titel Weihnachten im Tierpark auch ein ähnliches Event im Tierpark-Berlin. Da war ich leider noch nicht. Sieht aber auch schön aus. Schreibt gerne in die Kommentare, wenn Ihr schon dort wart.

Fotos © Christoph Kaufmann/Berlinspazierer.de
Transparenzhinweis: Die Eintrittskarten wurden mir vom Veranstalter kostenlos zur Verfügung gestellt.


Weitere Informationen

Website Christmas-Garden Berlin

Eintritt für Erwachsene bei Online-Buchung ab 18,- €. An der Abendkasse und am Wochenende etwas teurer.

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