Caspar David Friedrich in Dresden
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Caspar David Friedrich in Dresden

Die Jubiläums-Feierlichkeiten kommen zu ihrem Höhepunkt: Am 5. September 2024 wäre der Maler Caspar David Friedrich, 250 Jahre alt geworden. 

Über die Ausstellungen in seinem Geburtsort Greifswald und bei uns in Berlin habe ich hier schon berichtet.  Nun wurde auch eine große Ausstellung in Dresden eröffnet, wo Caspar David Friedrich mehr als 40 Jahre gelebt und gearbeitet hat. 

Eigentlich sind es sogar zwei Ausstellungen. Das Kupferstich-Kabinett im Dresdner Residenzschloss würdigt Caspar David Friedrich als Zeichner, im Museum Albertinum zeigt die Ausstellung »Wo alles begann«  den Maler CDF.

In der Tat begann er erst in Dresden mit der Malerei. Im relativ fortgeschrittenen Alter von 35 Jahren.  Alle seine Ölgemälde sind in Dresden entstanden. 

Maßgeblich geprägt und beeinflusst haben ihn sicherlich seine zahlreichen Besuche in der Galerie alter Meister in Dresden. Hier hielt er sich oft auf und studierte die ausgestellten Werke bis ins Detail. 

Dieser Einfluss der alten Meister auf sein Werk und auch wiederum sein Einfluss auf Künstler seiner Zeit ist der Schwerpunkt der Dresdner Ausstellung.

Das Erste, was dem Besucher der Ausstellung ins Auge fällt, ist eine riesige Wand vollgehängt mit Gemälden. Keines davon ist von Caspar David Friedrich, aber es sind alles Werke, mit den er sich zu seiner Zeit in Dresden auseinandergesetzt hat. 

Seine eigenen Werke werden dann in einzelnen Kabinetten zusammengefasst nach Themen präsentiert. Der dunkle Hintergrund, auf dem die Bilder gehängt sind, bringt die Bilder besonders gut zum Strahlen. Der Künstler hasste es, wenn seine Werke auf weißen Wänden gezeigt wurden. 

Friedrichs Werke werden immer wieder auch kombiniert mit Bildern anderer Künstler und Verbindungen und Inspirationen werden aufgezeigt.  Einzelne Bildelemente aus anderen Bildern kann man oft Jahrzehnte später auf Bildern von Friedrich wieder entdecken. er war ein Meister der Komposition.   Auch seine Landschaftsbilder sind oft Collagen aus verschiedenen Gegenden. Sie lassen sich daher nicht immer einem genauen Ort zuweisen.

Seine langjährigen Erfahrungen als Zeichner kommen ihm bei diesen Kompositionen zugute.  Immer wieder übernimmt er Teile aus seinen Skizzenbüchern. Ob es nun seine ausführlichen Naturstudien sind, oder seine Skizzen aus Werken anderer Maler. 

Ein ganz besonders Höhepunkt der Ausstellung im Kupferstich-Kabinett ist daher eines seiner Original-Skizzenbücher  mit Studien aus dem Elbtal.  Nur noch sechs solche Bücher sind weltweit im Original erhalten und dementsprechend wertvoll.

Auf jeden Fall sollte man sich beide Ausstellungen anschauen.  Die Ausstellungsgebäude liegen etwa 500 Meter voneinander entfernt und der Weg durch die wiedererstandene Altstadt vorbei an der Frauenkirche hat seinen eigenen Reiz.  Ein wenig kann man nachvollziehen, wie Caspar David Friedrich hierzu seiner Zeit flanierte und seine Studien trieb.

Ein Ausflug nach Dresden lohnt sich eigentlich immer, aber wer kann, sollte auf jeden bis zum 17. November kommen, um sich diese interessanten Ausstellungen anzuschauen. Auch wenn man manches schon in einer der vergangen CDF Ausstellungen gesehen hat, gibt es doch immer  wieder neue Aspekte zu erkennen. 

Man kann sich seinen Bildern auch ganz ohne Kunsttheorie und Fachwissen nähern. Seine Bilder sind einfach schön anzusehen. Das ist wohl der Hauptgrund für die Beliebtheit seiner Werke auch nach 250 Jahren. 

Wer trotzdem noch mehr Hintergründe erfahren möchte, findet viele interessante Beiträge im Katalog  zu Ausstellung.  Eine andere Möglichkeit mehr  über Caspar David Friedrich zu erfahren bzw. eigentlich zu erwandern, bietet das Buch »Wandern mit Caspar David Friedrich«, das ebenfalls zur Ausstellung erschienen ist. 

Es gibt Tipps für  Wanderrouten zu Orten in der Umgebung von Dresden, an denen Caspar David Friedrich gezeichnet hat.  Ein schönes Buch für Wander-, Natur- und Kunstfreunde gleichermaßen. 

Beide Publikationen sind im Sandstein Verlag erschienen und entweder dort oder im Buchhandel und natürlich in der Ausstellung erhältlich. 

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