IMG

Das Tieranatomische Theater

Theaterstücke werden in diesem Theater in Regel nicht aufgeführt. Es lohnt aber trotzdem einen Besuch.

Das Tieranatomische Theater auf dem Gelände der Charité gehört inzwischen zur Humboldt-Universität und ist das älteste noch erhaltene Lehrgebäude der Stadt.

Schon 1790 wurde es als Königliche-Tierarzneischule zu Berlin eröffnet. Es diente der Ausbildung von „Roßärzten“ und der Erforschung von damals grassierender Tierseuchen.

Falls dir dieser Beitrag gefällt, melde dich für meinen kostenlosen Newsletter an. Du bekommst dann jeden Donnerstag meine handverlesenen Tipps für Unternehmungen in Berlin und dem Umland. → Jetzt anmelden!

Geplant wurde der Kuppelbau von dem Architekten Carl Gotthart Langhans, der etwa zur gleichen Zeit auch das Brandenburg Tor entworfen hat.

Inmitten des halbrunden Hörsaals befindet sich der Seziertisch, auf dem auch große Tierkadaver den Studierenden präsentiert werden konnten. Durch eine Bodenöffnung wurden sie aus den unteren Räumen nach oben gefahren.

Aber keine Sorge, tote Tiere gibt es hier nicht mehr. Vielmehr werden die Räume für wechselnde Ausstellungen genutzt. Außerdem gibt es die Dauerausstellung »Flechtwerk der Dinge«, die die unterschiedlichen Sammlungen der Universität miteinander verknüpfen soll. In zwei Schauschränken werden Dinge aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen gezeigt. Über eine App kann man sich vor Ort über die Objekte informieren lassen. Bei meinem Besuch hat das technisch allerdings nicht wirklich gut funktioniert.

Am spannendsten finde ich aber den alten Hörsaal und eine kleine Ausstellung zur Geschichte des Gebäudes.

Das Gebäude befindet sich in einem kleinen Park, durch den die Panke fließt. Die Medizinstudierenden gönnen sich hier gerne eine Pause.

Der Zugang ist etwas schwer zu finden. Es gibt einen recht unscheinbaren Zugang über die Luisenstraße. Man kann auch über die Hannoversche Straße das Gelände betreten (siehe Karte).

Weitere Informationen

Geöffnet ist Dienstag bis Samstag von 14 bis 18 Uhr, Donnerstag bis 20 Uhr. 

Der Eintritt ist frei. 

Webseite

Mehr entdecken

  • Kleiner Park mit viel Geschichte

    Der Heinrich-von-Kleist-Park in Schöneberg, meist einfach nur Kleistpark genannt, ist kein sonderlich großer Park. Ich würde ihn fast eher als Grünanlage bezeichnen. Trotzdem lohnt ein genauer Blick, denn hier gibt es jede Menge historische Spuren. Im Juli 2025 wurde der Park nach langjährigen Bauarbeiten wiedereröffnet. Die Anlage wurde denkmalgerecht saniert. Die Rasenflächen sind frisch eingesät,…

  • Ballhaus Pankow

    Bolle reiste jüngst zu Pfingsten, nach Pankow war sein Ziel … In diesem bekannten alten Gassenhauer wird die Geschichte eines Berliners erzählt, der sich mal so richtig amüsieren will. Das Ballhaus Pankow ist eines der letzen Gebäude, die an die Zeit erinnern als Pankow ein beliebtes Ausflugsziel vor den Toren der Stadt Berlin war. Heute…

  • |

    Kaffee und Architektur im Café Sybille

    Das Café Sybille ist schon ein Klassiker in Berlin und ein lohnendes Ziel, wenn man sich für die Geschichte und Architektur der  Karl-Marx-Allee interessiert. Ursprünglich in den 1950er Jahren als Milchbar eröffnet, spiegelt es die bewegte Geschichte der Straße, die damals noch Stalinallee hieß, eindrucksvoll wider. Die Straße war ein Vorzeigeprojekt des sozialistischen Stadtbaus. Einige originale Details aus dieser Zeit…

  • Parlamentshistorische Ausstellung im Deutschen Dom

    Der Gendarmenmarkt gehört für mich zu den schönsten Plätzen der Stadt. Drei Gebäude prägen den Platz: das von Karl Friedrich Schinkel erbaute Konzerthaus und links und rechts davon der Deutsche und der Französische Dom. In diesem Beitrag soll es um den sogenannten Deutschen Dom gehen. Er wurde zwischen 1780 und 1785  im Auftrag Friedrichs II. von Carl von Gontard im…

  • Friedhof der Namenlosen

    Sehr versteckt im Grunewald liegt ein ganz besonderer Friedhof. Hier wurden bis vor rund 100 Jahren die beerdigt, die auf anderen Friedhöfen nicht erwünscht waren. Selbstmord galt damals als Todsünde und solche Menschen wollte man nicht in geweihter Erde beisetzen. Es waren nicht wenige, die Anfang des 20. Jahrhunderts am Leben verzweifelten und keinen anderen…

  • Zu Gast in der Beletage

    Eine kleine Zeitreise in das Leben um 1900 kann man in einer Außenstelle des Museums Berlin-Pankow machen. In der Heynstr. 8 ließ der erfolgreiche Stuhlrohrfabrikant Fritz Heyn im Jahr 1893 ein repräsentatives mehrstöckiges Wohnhaus errichten. Es bot mehren Familien und dem damals üblichen Personal Platz. Er selbst bezog mit seiner Familie eine geräumige Wohnung in…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert