Nan Goldin Ausstellung
Hinweis: Dieser Beitrag stammt aus dem Archiv und ist nicht mehr aktuell.

Das wird nicht gut enden – Nan Goldin in der Nationalgalerie

Die Retrospektive »This will not end well« der Fotografin Nan Goldin, die gerade in der Neuen Nationalgalerie zu sehen ist, hebt sich deutlich von klassischen Fotoausstellungen ab. Es gibt keine Bilder, die an den Wänden hängen. Stattdessen werden Diashows und Kurzfilme gezeigt, die in sechs Pavillons innerhalb der großen Glashalle der Nationalgalerie installiert sind. Diese Präsentation schafft eine besondere Atmosphäre, die Goldins cineastischen Stil unterstreicht. 

Nan Goldin, 1953 in Washington, D.C., geboren, gilt als eine der prägendsten Fotografinnen unserer Zeit. Ihre Arbeiten sind emotional, roh und ungeschönt, oft inspiriert von ihrem eigenen Leben und den Menschen um sie herum. Themen wie Liebe, Verlust, Sucht und Identität ziehen sich durch ihr Werk.

Ihre berühmte Diashow »The Ballad of Sexual Dependency« zeigt Szenen aus dem Leben ihrer Freunde in New York, Berlin und London – ehrlich, manchmal schmerzhaft, und immer intensiv. Untermalt von Musik entfaltet sie eine ungeheure Wucht, die berührt.

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Besonders beeindruckend hat mich auch ihre Videoinstallation »Sisters, Saints and Sibyls«, in der sie den Selbstmord ihrer Schwester aufarbeitet. Es ist eine emotionale Arbeit, die persönliche und universelle Erfahrungen miteinander verbindet.

Wer die Ausstellung besuchen möchte, sollte etwas Zeit mitbringen. Die Projektionen sind unterschiedlich lang, insgesamt etwa drei Stunden.

Nur kurz reinzuschauen, wäre schade – die Werke wirken erst, wenn man sich darauf einlässt und sie eine Weile auf sich wirken lässt.

Noch bis zum 6. April 2025 hat man die Gelegenheit, diese ungewöhnliche Ausstellung auf sich wirken zu lassen.  Aufgrund der großen Nachfrage und weil durch die Präsentation in einzelnen Pavillons der Platz etwas knapp ist, muss man ab sofort ein Zeitfensterticket für die Ausstellung buchen.  

Der Eintritt zu dieser Sonderausstellung kostet 16– €.

Die Öffnungszeiten wurden bis 24 Uhr verlängert. Ab 20 Uhr kostet es nur 8,- €

-> Webseite zur Ausstellung

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