Die Insel Eiswerder und die Wasserstadt Spandau

Es tut sich was in Spandau. In den vergangenen Jahren hat sich die ehemalige Brache und Industrielandschaft rund um die Oberhavel zu einem neuen Wohnquartier entwickelt. Die Entwicklung ist noch nicht abgeschlossen. Überall wird noch viel gebaut. Auf jeden Fall eine Gegend, die es lohnt, einmal näher anzuschauen.

Die von mir vorgeschlagene Tour beginnt am U-Bahnhof Haselhorst. Durch einen Grünstreifen parallel zur Daumstraße laufen wir Richtung Norden. Nach rund 1, 5 Kilometer sieht man die Gebäude der legendären CCC Filmstudios. Zahlreiche Filme von Winnetou bis zur Fernsehserie Ku’damm 59 wurden hier produziert.

Wir biegen ab auf die kleine Brücke, die uns auf die Insel Eiswerder bringt. Diese kleine Insel in der Havel ist durch zwei Brücken mit dem Festland verbunden und war einst ein bedeutender Militärstandort und Waffenschmiede. Die Gebäude der königlichen Feuerwerkslaboratorien sind noch erhalten. Hier wurden früher Brand-, Granat- und Signalraketen überwiegend für die militärische Nutzung produziert. Heute finden sich hier Büros und Gewerberäume. Oft von Künstlern und Medienunternehmen.

Ein Rundgang über die Insel lohnt nicht nur wegen der schönen Ausblicke auf die Zitadelle Spandau. Hier entsteht viel Neues. Auch einige Wohngebäude.

Nachdem wir die Insel einmal umrundet haben, biegen wir hinter der Brücke links ab und halten uns immer am Wasser in Richtung Norden. Trotz der vielen Neubauten wurde darauf geachtet, dass die Uferbereiche überall frei zugänglich sind.

Wir erreichen die Spandauer- See-Brücke und überqueren auf ihr die an dieser Stelle recht breite Havel. Die Brücke wurde 1997 fertiggestellt und verbindet die Ortsteile Haselhorst und Hakenfelde.

Auch auf der Hakenfelder Seite geht es weiter am Ufer entlang. Man hat einen guten Blick auf die Insel „Kleiner Wall“ auch Liebesinsel genannt (siehe Titelbild) . Die Insel ist im Privatbesitz. Früher gab es dort ein Restaurant, das aber schon seit vielen Jahren geschlossen ist.

Von der Havelspitze geht es weiter über eine kleine Holzbrücke in Richtung Nordhafen-Promenade. Auffällig sind die vielen Seniorenresidenzen und Pflegeeinrichtungen in dieser Gegend. Dazwischen immer wieder viel Grün und bequeme Spazierwege. Natürlich auch schöne Wasserblicke.

Schließlich erreichen wir die zweite Brücke nach Eiswerder. Wir gehen aber weiter in Richtung Stadt und es wird jetzt auch etwas urbaner. Vorbeigeht es an den Gebäuden der alten Schultheiß-Brauerei zum Wröhmännerpark, einer kleinen Parkanlage kurz vor der Spandauer Schleuse.

Die nächstgelegene U-Bahn-Station ist Altstadt Spandau. Von dort geht es dann zurück nach Berlin. Auch wenn Spandau natürlich schon seit 1920 zu Berlin gehört, legen die Spandauer immer noch Wert auf eine gewisse Eigenständigkeit. Gerade in der Altstadt und am Wasser hat Spandau, aber auch wirklich eine ganz besondere Atmosphäre.

Weitere Informationen

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Ein Kommentar

  1. Leider reicht mein Kondition (und Motivation …) nicht aus, um den vollen Spaziergang zu machen, aber der „Kern“ ist an sich auch schon sehr lohnenswert, von der Bushaltestelle „Kleine Eiswerderstraße“ bis zur Bushaltestelle „Amorbacher Weg“. Hier ist die verkürzte Fassung: https://www.komoot.de/tour/1007049699

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