Hagemeister
Hinweis: Dieser Beitrag stammt aus dem Archiv und ist nicht mehr aktuell.

Karl Hagemeister – „Die Natur ist groß“

Das Potsdam-Museum zeigt noch bis zum 28.7.2024  eine Ausstellung mit Werken des Malers Karl Hagemeister (1848 -1933).  Nach dem Bröhan-Museum in Berlin hat das Museum am Alten-Markt in Potsdam die größte Sammlung mit Arbeiten dieses Künstlers.

In der aktuellen Ausstellung stehen »Jahreszeitliche Impressionen« im Mittelpunkt. Gezeigt werden Ölgemälde, Pastelle und Zeichnungen des in Werder/Havel geborenen Malers. 

Die Landschaften und die Natur rund um seine märkische Heimat haben ihm viel bedeutet und er hat sie immer wieder auf die Landwand gebracht. 

Bei Wind und Wetter war er unterwegs und hat direkt vor Ort seine Staffelei aufgebaut oder auch improvisiert, wie in der Ausstellung gezeigt wird. Statt einer Staffelei nahm, er dann einfach drei Äste um die Leinwand aufzustellen.

Man sieht den Bildern an, dass sie nicht im Atelier entstanden sind. Sie strahlen viel Kraft und Ursprünglichkeit aus.

Oft wird er als »Havelländischer Impressionist« bezeichnet.  Meiner Meinung nach zu Unrecht ist er überregional nicht so bekannt wie seine Künstlerkollegen Lovis Corinth oder Max Liebermann. Das mag auch daran liegen, dass er sich dem Kunstbetrieb eher entzog und lieber »sein eigenes Ding machte«, wie man heute vielleicht sagen würde.  Er lebte naturnah und bescheiden, unter anderem in Ferch am Schwielowsee. Dort gibt es auch ein sehr besuchenswertes kleines Museum mit wechselnden Ausstellungen zur Havelländischen Malerkolonie.

Die Liebe zur Natur verbindet Karl Hagemeister mit dem Gärtner und Züchter Karl Foerster  (1874–1970)  über den im Potsdam-Museum auch gerade eine sehenswerte Ausstellung läuft.  Darüber habe ich schon hier im Blog berichtet.

Ein Kombiticket für beide Ausstellungen ist für 7,– € erhältlich. Wer nur eine Ausstellung anschauen möchte, zahlt 5,– €.

Geöffnet ist das Museum täglich außer Montag von 12 bis 18 Uhr.

Webseite zur Ausstellung

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