Neue Nationalgalerie Berlin
Hinweis: Dieser Beitrag stammt aus dem Archiv und ist nicht mehr aktuell.

Wiedereröffnung der Neuen Nationalgalerie

Nach sechsjähriger Sanierung ist am 22. August 2021 die „Neue Nationalgalerie“ am Kulturforum wieder für das Publikum geöffent worden.

Sie sieht aus wie zuvor und das ist eigentlich das ist beste, was man erwarten konnte bei diesem wunderbaren Bauwerk. Alles andere hätte diese Architektur-Ikone zerstört.

Auch die Innenräume gefallen und sind nun mit modernster, aber in der Regel unsichtbaren Technik ausgestattet. Die Grundrisse wurden soweit ich weiß nicht wesentlich geändert. Der für die Sanierung zuständige Stararchitekt David Chipperfield wollte so viel wie irgendwie möglich vom Original erhalten. Das ist ihm gut gelungen.

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Zwei Enttäuschungen gab es allerdings für mich: Der Skulpturengarten, der nun endlich wieder für das Publikum geöffnet sein sollte, war heute nicht zugänglich. Es war nicht so recht herauszubekommen warum. Erst hieß es wegen Corona (nicht ganz überzeugend), dann wurde gesagt wegen des Wetters. Inzwischen konnte ich es klären. Es war wohl ein kommunikatives Missverständnis mit den Aufsichtskräften. Er soll immer geöffnet sein, nur bei extremen Wetterbedingungen nicht. Muss sich eben erstmal alles einspielen so ein Betrieb.

Früher gab es im Skulpturengarten die legendären „Jazz in the garden“ Konzerte. Eine Tradition, die man gerne wiederbeleben könnte.

Die zweite Enttäuschung für mich war das Museumscafé. Ehrlicherweise steht nur „Erfrischungsraum“ über dem Eingang. Ein recht kleiner Raum der mit seinen dunklen Wänden und überladen Lampen noch kleiner wirkt. Gestaltet wurde das Café von den kubanisch-US-amerikanische Künstler Jorge Pardo. Als Rauminstallation ganz interessant, aber zur Aufenthaltsqualität tragt es nicht unbedingt bei. Bei einem Preis von 3,90 € für eine kleine Tasse Kaffee verging mir die Lust zu einem Aufenthalt dort allerdings ohnehin sehr schnell. Das ist frech. Zumal schon der Eintritt in die Nationalgalerie mit 14,- €/Person leider nicht wirklich günstig ist und für viele bestimmt eine Hemmschwelle darstellt.

Über die Bilder muss ich nicht viel sagen. Die Sammlung „Die Kunst der Gesellschaft 1900-1945“ ist natürlich fantastisch. Im Eingangsgeschoss gibt es die Ausstellung „Alexander Calder. Minimal/Maximal“. Von diesem amerikanische Bildhauer stammt auch die Skulptur „Têtes et Queue“ , die schon zur Eröffnung des Museums auf dem Vorplatz stand und nun wieder steht.

Schön, dass wir die Neue Nationalgalerie wieder haben.

Was meint Ihr? Wart Ihr schon dort?


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