Polnische Fotografie in Spandau
Hinweis: Dieser Beitrag stammt aus dem Archiv und ist nicht mehr aktuell.

Polnische Fotokunst in Spandau

Noch bis zum 1. Januar 2023 werden in der ZAK Galerie auf dem Gelände der Zitadelle Spandau die Arbeiten von 26 polnischen Fotokünstler*innen gezeigt. Die Ausstellung unter der Titel „Ausnahmezustand. Polnische Fotokunst heute“  ist die (nach eigenen Angaben) bisher umfassendste Ausstellung polnischer Fotografie in Deutschland.

Die Werke, die in den weitläufigen Räumen der ehemaligen Kasernen gezeigt werden, stammen aus verschiedenste Genres. Vom Selbstporträt bis zum Landschaftsfoto. Auch die Präsentationsformen sind vielfältig. Die Arbeiten erzählen einiges über das aktuelle Leben bei unseren polnischen Nachbarn. Viel Experimentelles ist dabei. Damit haben es die überwiegend jüngeren Kunstschaffenden nicht immer leicht in einem Land, das schon seit vielen Jahren eine nationalkonservative Regierung hat.

Einige Arbeiten sprechen für sich, bei vielen anderen hätte ich mir mehr Informationen gewünscht. Manches hat sich mir erst erschlossen, nachdem ich über den jeweiligen Künstler im zur Ausstellung erschienenen Katalog nachgelesen habe. Die dort abgedruckten kurzen Biografien der Künstler*innen hätte man auch direkt in der Ausstellung verfügbar machen sollen.

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Wer sich tiefergehend informieren möchte, findet in einem separaten Raum direkt am Eingang eine große Auswahl von Publikationen der ausgestellten Fotograf*innen.

Insgesamt eine sehenswerte Ausstellung, die einen interessanten Einblick in Teile der Kunstszene unseres Nachbarlandes gibt.

Das Titelbild zeigt einen Ausschnitt aus dem Werk »Solid bars of all that’s left untold« von Piotr Zbierski .


Weitere Informationen

Die Ausstellung ist jeweils von Freitag bis Mittwoch von 10 bis 17 Uhr und am Donnerstag von 13 bis 20 Uhr geöffnet.

Der Eintritt kostet 4,50 €. Mit dem Ticket können auch alle anderen Museen und Ausstellungen auf dem Gelände der Zitadelle besucht werden. Lohnt sich, etwas Zeit mitzubringen.

Der Katalog zur Ausstellung ist im Mitteldeutschen Verlag erschienen und kostet 25,- €. Er ist in der Ausstellung oder im Handel erhältlich.

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